Meditieren: ja ! Und am besten regelmäßig !
Dass Meditieren etwas ziemlich Gutes ist, ist vermutlich den meisten klar. Wir werden uns unseres Inneren bewusster, unser Blutdruck und die Herzfrequenz sinkt, unser Gehirn schaltet in Beta-Wellen etc. etc.
Welche Technik man dabei nutzt, ist relativ egal. Die meisten Techniken bringen mittelfristig die gleichen Vorteile.
Ich selbst meditiere momentan bspw. täglich mit einer Selbsthypnose-Technik bei der ich mich mit einem Codewort in die Trance führe.
Vorher habe ich mit einer Methode nach Betty Ericson meditiert. Gewechselt habe ich, weil ich bei der Selbsthypnose mittels Codewort die Induktion besser per mp3 durchführen kann.
Das geht mit der B. Ericson-Methode schlechter.
Wie bei jeder Gewohnheit ist auch beim Meditieren die Regelmäßigkeit entscheidend. Gerade am Anfang, wenn man eine Methode erlernen möchte, ist ein tägliches Meditieren notwendig.
Die Frage ist nur: wie?
Wie bringt man das regelmäßige Meditieren in seinem hektischen Alltag unter?
Einige von Euch -diejenigen, die ich ein Stück weit beneide- bauen solche neuen Gewohnheiten einfach in ihren Tag ein. Geplant, durchgeführt, angewöhnt – fertig.
Diejenigen von Euch aber, die ähnlich ticken wie ich, tun sich damit schwer.
Ein Trick, der mir selbst geholfen hat, ist im Grunde ganz einfach:
Statt die Meditation als einen eigenständigen Teil im Tagesablauf, quasi als eine Art Termin zu betrachten, muss sie “einfach” nur in den Tag integriert werden – sozusagen als eine Art von “Überall-Jederzeit-Meditation”.
Anders ausgedrückt: Wenn wir lernen, überall zu meditieren, ist es geradezu leicht, jeden Tag zu meditieren. Wer gelernt hat, während einer Zugfahrt oder eines Staus oder sonstwo zu meditieren, den kostet die Meditation keine zusätzliche Zeit am Tag.
Wie lernt man so etwas?
Indem man sich zuerst auf die Essenz jeder Meditation konzentriert: die Atmung.
Bei jeder Technik beginnt man zuerst damit, sich auf seine Atmung zu konzentrieren, d.h. bewusst Ein- und Auszuatmen.
Dies kann man in praktisch jeder Situation tun. Selbst in einem Meeting oder der Wartschlange am Flughafen. Für das konzentrierte Atmen braucht man keine Räucherkerzen oder spezielle Köperhaltungen.
Danach hält man bewusst nach Lücken im Tagesablauf Ausschau.
Solche Lücken sind bspw. der all-morgendliche Stau, das Warten in der Supermarktkette, das Warten auf den Rechner bis er hochgefahren ist etc.
Versuche jetzt, in diesen Momenten zu meditieren (statt Dich bspw. über die anderen Kunden in der Schlange aufzuregen).
Drittens such nach den Gelegenheiten, die zwar keine Lücken sind, sich aber trotzdem fürs Meditieren eignen.
Das sind typischerweise Situationen, in denen nicht Deine ganze Aufmerksamkeit benötigt wird. Zum Beispiel in Meetings.
Bei den meisten Meetings gibt es Zeiten, in denen Du nicht gefordert bist. D.h. weder etwas beitragen, noch zuhören musst.
Traue Dich, solche Situationen für Dich und eine kurze Meditation zu nutzen. Wenn Du im Meeting präsent sein musst, wirst Du dies auch während der Meditation merken. Glaub es mir.
Hast Du es Dir angewöhnt, mit diesen drei einfachen Schritten im Laufe des Tages zu meditieren, wird es Dir nach einiger Zeit leicht fallen, zusätzlich zum Atemfokus eine spezielle Technik zu lernen. Wenn Du dann überhaupt noch Bedarf dafür hast. Vielen Menschen genügen bereits die positiven Effekte des Atemfokus’.
Eine leicht zu lernende Meditationstechnik wird in diesem Buch vorgestellt:
Lichtblicke – Gesundes Leben und psychische Ausgeglichenheit durch Selbsthypnose

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